Externe Veranstaltung

„Zeitgemässe psychoanalytische Praxis mit Konzepten von Freud, Lacan und Anderen“ mit dem Schwerpunkt: Identität und Geschlechterverhältnis

Roni Weissberg, Barbara Langraf, Patrick Landman, André Michels, Edith Seiffert, Veronika Waltz, Rhadija Lamrani
Wochenendseminar

Wir freuen uns sehr, dass wir endlich mit unserer gemeinsamen Arbeit fortfahren können. Im Zentrum steht dabei nach wie vor das Geschlechterverhältnis, die Identität von Mann und Frau. Die aktuelle Brisanz dieser Thematik muss nicht weiter betont werden, sind doch Wandel in Hormon- und Fortpflanzungstechnologie, in sozialen und kulturellen Geschlechterrollen sowie Möglichkeiten der freien Ehe- und Geschlechterwahl Tatsache geworden, und all das ist sicherlich nicht ohne Bedeutung für unser Arbeiten als Psychoanalytikerin und Psychoanalytiker, für unsere Rolle, für unser Tun.
In unseren vorangegangenen Tagungen ging es um das Verständnis des Geschlechterverhältnisses bei Freud und Lacan, um die männlich verstandene Libido, um die Konzeption des Phallus als Ausgangspunkt von Sprache etc. Weitere Beiträge beschäftigten sich mit der Frage von Identifizierung und Geschlechterverhältnis, mit dem Wandel im Verhältnis von «Sex & Gender», mit der Sexuierung, wobei es insbesondere darum ging, das Geschlechterverhältnis nicht ausschliesslich vom Phallus, von der männlichen Seite her, sondern auch von der «Position Frau» her zu lesen. Im Zentrum der Tagungen standen dabei immer auch jeweils zwei Falldarstellungen, die eingehend diskutiert und besprochen wurden. Und in diesem klinischen Zusammenhang ging es dann um die Frage von Unterschieden, wenn ein Mann oder eine Frau analysiert: was zeigt sich vom Geschlecht, von Frau und Mann in den Sitzungen und letztlich: gibt es nicht ein Sprechen, einen Diskurs, der bezeichnend ist für das Sprechen auf der Seite «Frau/weiblich» respektive auf der Seite «Mann/männlich»? Anders formuliert: welche Bedeutung hat das «pas tout», – das «nicht ganz» im Symbolischen, «nicht ganz» dem «Phallus unterstellt sein» der Frau -, in unserer klinischen Arbeit. Alle diese Beiträge (bis auf die Falldarstellungen) finden Sie in den beigelegten Arbeitsheften (da diese Fallmaterial und Vignetten enthalten, bitte nur für den persönlichen Gebrauch).
Zur aktuellen Tagung: Für den Wiedereinstieg in unsere Arbeit wird Edith Seifert unter dem Titel „Sexuelle Revolution 2.0.“ unsere bisherigen Überlegungen zum Thema resümieren und durch einige Überlegungen zum „Status der Perversion“ erweitern. Patrick Landman wiederum wird sich mit der «Kontroverse des Phallozentrismus» in der Psychoanalyse beschäftigen, der Frage, ob dieses Konzept männliche Dominanz zum Ausdruck bringt oder im Gegenteil ein Konzept ist, das die Wichtigkeit von Unvollkommenheit, Kastration und Negativität markiert. Wie immer diskutieren wir zwei klinische Fälle, und in einem abschliessenden letzten Beitrag versucht dann André Michels die Fallbeispiele mit den vorangehenden theoretischen Beiträgen zu verknüpfen.
Covid: alle Teilnehmenden brauchen ein Covid-Zertifikat oder einen Antigen-Schnell-Test. Über eine mögliche Maskenpflicht entscheiden wir zusammen vor Ort. Diejenigen, die sich noch nicht angemeldet haben, bitten wir aus organisatorischen Gründen, dies baldmöglichst zu tun.

Weitere Angaben unter:
https://www.psychoanalyse-zuerich.ch/kurs/5806


Tagungsprogramm:
Freitag, 15.Okt 2021: 18.30 – 21.30:
1.Block: Edith Seifert. Edith Seifert: „Sexuelle Revolution 2.0.“
Falldarstellung: Veronika Waitz.
Gemeinsames Abendessen: 22.00 im Restaurant Molino, Gasometerstr. 26, gleich beim PSZ
Samstag, 16.Okt 2021: 10.00 – 13.00:
2.Block: Patrick Landman: «Kontroverse des Phallozentrismus».
Falldarstellung: Rhadija Lamrani.
Samstag, 16.Okt 2021: 15.00 -17.30:
3. Block: André Michels: Zusammenfassende Überlegungen zu den Falldarstellungen und den Tagungsbeiträgen. Anschliessend: Diskussion und Planung bis 18.00

Ort:
Psychoanalytisches Seminar Zürich (PSZ)
Quellenstr. 25, 8005 Zürich

Kosten:
Fr. 40.-
Fr. 120.- für Teilnehmende in Ausbildung

Anmeldung:
weissberg@gmx.ch
Aus organisatorischen Gründen bitten wir um baldmöglichste Anmeldung.