Der Körper im/als Spiegel

(Reihe ‚Das Spiegelstadium‘)
Ulrike Kadi, Wien
Vortrag und Seminar

In seinem Text über das Spiegelstadium gibt Jacques Lacan keine Hinweise auf das Geschlecht des Kindes, als würde im Spiegel ein Körper ohne Geschlecht wahrgenommen. Das ist ein in mehrfacher Hinsicht erstaunlicher Ansatz, denn er legt nahe, dass Lacan das Geschlecht nur als Phänomen des Sprechens ansehen will und dass für ihn das Bildhafte selbst keine symbolischen Werte enthält. Bekanntlich modifiziert Lacan seine frühen Auffassungen zum Bild. Doch was das Verständnis transsexueller Phänomene angeht, hat Lacan die Möglichkeiten seiner eigenen späteren Modelle unterschätzt. In meinem Vortrag werden Denklinien nachgezeichnet, die produktive Verschiebungen in Lacans Auffassungen des optischen Feldes für ein Nachdenken über Transsexualität nutzbar machen. Dabei werden auch Überlegungen von Maurice Merleau-Ponty zur Bedeutung des Sichtbaren wichtig sein.

Zeit:
Vortrag: Fr. 7. Februar 2020; 20:15–21:45 Uhr
Seminar: Sa. 8. Februar 2020; 12:00–16:00 Uhr

Ort:
Lacan Seminar, Preyergasse 8, 8001 Zürich

Kosten:
Vortrag Fr: Fr. 40.- Nichtmitglieder; Fr. 30.- Mitglieder; Fr. 20.- Studierende
Seminar Sa: Fr. 80.- Nm; Fr. 60.- M; Fr. 40.- S
beide: Fr. 100.- Nm; Fr. 80.- M; Fr. 50.- S

Anmeldung:
info@lacanseminar.ch

Werbeanzeigen