«Matrix», der Schleier vor der Wirklichkeit

Reihe «Imaginäres, Symbolisches, Reales – Lacans drei Register»
Franz Derendinger, Olten und Dieter Sträuli, Zürich
Filmvisionierung

Matrix (USA 1999), von Larry & Andy Wachowski.

Die Matrix-Filme der Wachowskis erzählen, wie der Büroangestellte und Hacker Thomas Anderson von einer mysteriösen Gruppierung in der Computerszene angeworben wird. Morpheus, der Kopf dieser Verschwörer, bietet dem Neuling Hilfe an beim Ausstieg aus der illusorischen Wirklichkeit, in der die Menschen festgehalten werden. Anderson nimmt das Angebot an. Er erwacht als NEO in einer Ruinenwelt, wo die Maschinen herrschen und die Menschen als Batterien für ihren eigenen Betrieb nutzen. Neo engagiert sich für den Kampf gegen die Maschinen und erweist sich schliesslich als «the ONE», den eine alte Prophezeiung vorausgesagt hat.

Slavoj Zizek nennt dieses Erzählmotiv «Cybergnosis» und deckt auf, dass die Metanoia (das Umdenken) selbst eine Illusion ist. Das Symbolische ist im Film visualisiert als grün leuchtende Stränge von Computercodes. Man kann sie hacken und so die Illusion der Matrix – das Imaginäre – beeinflussen. Ein bisschen wie in der analytischen Arbeit.

Wir werden am Freitag den Film Matrix visionieren und am Samstag Lacansche und philosophische Konzepte zur Wirklichkeit diskutieren.


Zeit:
Filmvisionierung 
Fr. 3. Dezember 2021, 20.00 – 22.00 Uhr

Filmbesprechung
Sa. 4. Dezember 2021, 12.00 – 16.00 Uhr

Ort:
Lacan Seminar
Preyergasse 8
8001 Zürich

Kosten:
Kollekte

Anmeldung:
info@lacanseminar.ch
Wir bitten, sich spätestens eine Woche vor Veranstaltungsbeginn verbindlich anzumelden.