Psychoanalyse im Film

Reihe «morgen Psychoanalyse»
Filmvisionierung

Man hat – Analysanden tun es häufig – den Film mit dem Traum verglichen; man hat unzählige Filme einer psycho-analytischen Deutung unterzogen; man hat an Universitäten eine psychoanalytische Theorie des Films gelehrt. Aber die Psychoanalyse und ihre Vertreter kommen auch selbst in Filmen vor, als Haupt- oder Nebenfiguren. Freud persönlich hat seine Auftritte; in John Hustons Freud geht es um seine Biografie; in The Seven-Percent-Solution heilt er Sherlock Holmes von dessen Kokainsucht (wohl wissend, womit er es hier zu tun hat). Freuds Nachfolger hypnotisieren und deuten in Psychoanalysefilmen was das Zeug hält, sie lösen Kriminalfälle und verstricken sich, wie Meryl Streep in Prime, in familiäre Komplikationen. 

Dabei wird die Psychoanalyse einerseits wie bei Woody Allen als gesellschaftliches Phänomen (New York, bessere Mittelschicht) geschildert, oder aber sie bleibt unsichtbar und durchdringt dafür den ganzen Film wie in Filmen von Lynch und Cronenberg. Und in Hitchcocks Spellbound (Ich kämpfe um dich) verlieben sich Analytikerin (Ingrid Bergmann) und Patient (Gregory Peck) ineinander, obwohl er das Gedächtnis verloren hat und sie nicht weiss, wer er ist. Aber um das herauszufinden gibt es ja die Psychoanalyse.

Wir werden die schönsten Szenen aus solchen Filmen zusammenschneiden, sie miteinander anschauen und über die Psychoanalyse als Filmfigur diskutieren.


Zeit:
Fr. 7. Juli 2023, 20.15 – 21.45 Uhr

Ort:
Die Veranstaltung wird ausschliesslich im Lacan Seminar Zürich stattfinden.

Kosten:
kostenlos

Anmeldung:
info@lacanseminar.ch
Wir bitten, sich spätestens eine Woche vor Veranstaltungsbeginn verbindlich anzumelden.