Mangel und Exzess – Das Imaginäre als politischer Faktor nach Lacan

Reihe «Imaginäres, Symbolisches, Reales – Lacans drei Register»
Dominik Finkelde, München
Vortrag und Seminar

Fantasien haben in der Mitte politischer Gemeinschaften, bewusst und unbewusst, die Macht, interne Antagonismen in Krisenzeiten zu unterdrücken. Genauer gesagt helfen sie, Aporien der ideologischen Strukturen einer Gemeinschaft zu verwischen, indem sie
einen gemeinsamen Sinn beschwören, der die Gemeinschaft wiederherstellt, ähnlich wie ein Akt der religiösen Bekehrung. Ihr Einfluss auf den «Raum der Gründe» steht im Zentrum des Vortrags, weil Phantasien, und insbesondere exzessive und radikale Phantasien, das Spiel des Gebens und Nehmens von Gründen suspendieren. Sie tun dies, um die Prämissen der Anfechtung im Hintergrund der gemeinschaftlichen Vernunft durch einen emotionalen und geheimen «Code» dessen zu erden, was es bedeutet, ein «Wir» zu sein. Totalitäre, monarchische und demokratische Gesellschaften brauchen diesen «Code», um die Gesellschaft von den reinen Formalitäten politischer Vernunft zu befreien.


Zeit:
Fr. 2. Juli 2021, 20.15 – 21.45 Uhr
Sa. 3. Juli 2021, 12.00  – 16.00 Uhr

Ort:
Lacan Seminar
Preyergasse 8, 8001 Zürich

Kosten:
Vortrag:  Fr. 40.- Nichtmitglieder; Fr. 30.- Mitglieder; Fr. 20.- Studierende
Seminar: Fr. 80.- Nichtmitglieder; Fr. 60.- Mitglieder; Fr. 40.- Studierende
Beide       Fr. 100.– Nichtmitglieder, Fr. 80.– Mitglieder; Fr. 50.– Studierende

Anmeldung:
info@lacanseminar.ch
Wir bitten, sich spätestens eine Woche vor Veranstaltungsbeginn verbindlich anzumelden.