Lektüre von Lacans «Les Noms du Père»

Reihe «Imaginäres, Symbolisches, Reales – Lacans drei Register»
Wochenendseminar

Von seinem Seminar «Les Noms du Pere» / «Die Namen des Vaters» hat Jacques Lacan nur die erste Sitzung vom 20. November 1963 gehalten und das Seminar dann abgebrochen. Grund war der Konflikt zwischen der Societe psych-analytique de Paris (bei der er Gründungsmitglied war) und der Societe Francaise de psychanalyse, die die Regeln der IPA durchsetzte. Die SFP hatte Lacan den Status des Lehranalytikers entzogen.

Lacan begann am 15. Januar 1964 ein neues Seminar, «Die vier Grundbegriffe der Psychoanalyse». Dort ergriff er das Wort in neuer Weise und stellte sein Programm und seine Auffassung der Psychoanalyse vor. 

Der «Name des Vaters» ist ein Signifikant, der in der Subjektstruktur die Vaterfunktion bezeichnet. Der Begriff macht an einzelnen Stationen von Lacans Werk immer wieder einen Bedeutungswandel durch; so ist sorgfältig zu prüfen, wie sein S2, das heisst ein jeweils zweiter Signifikant, ihn präzisiert: sei dies das Symbolische, der symbolische Vater, der Andere, die Kastration etc. Auch Lacans Wechsel vom Singular zum Plural beruht auf einer interessanten Überlegung.

Lacan, Jacques. (2006). Einführung in die Namen des Vaters. In J. Lacan, Namen des Vaters (S. 63-102). Wien: Turia & Kant.


Zeit:
Sa. 6. November und So. 7. November 2021
Jeweils von 10.00 – 12.00 Uhr und von 13.00 – 16.00 Uhr

Ort:
Die Veranstaltung wird voraussichtlich sowohl per «Zoom» als auch im Lacan Seminar Zürich stattfinden.

Kosten:
Kostenlos

Anmeldung:
info@lacanseminar.ch
Wir bitten, sich spätestens eine Woche vor Veranstaltungsbeginn verbindlich anzumelden.