Genießen als ein politischer Faktor – Zur kritischen Theorie der Psychoanalyse nach Freud und Lacan

(Reihe .Perversion II‘)

Dominik Finkelde, München

Seminar

(PDF-Version)

Ein politisches Gemeinwesen begegnet sich nicht allein in einem neutralen Raum gegenseitiger Anerkennung von frei und rational handelnden Akteuren, sondern immer auch in einem Bereich, der wesentlich durch kollektiv administrierter Genussströme geprägt ist. Ein solcher Genuss wird z.B. deutlich, wenn man bei der Nationalhymne einer Siegerehrung emotional ergriffen wird und die Fahne der Nation ein Medium des Zuspruchs wird, mehr zu sein als nur ein Individuum. Genießen kann aber auch politisch obszön und pervers werden, auch im Namen der scheinbar ehrenwertesten Ziele. Donald Trump z.B. macht aus seinem Genuss an Skandalen keinen Hehl und benutzt ihn mit politischem Kalkül.

Im Workshop werden speziell Texte Slavoj Žižeks diskutiert, die das Zusammenspiel von Politik und Genuss analysieren. Ihre Lektüre ist Voraussetzung zur Teilnahme. Texte werden per E-Mail versandt. Texte:

Žižek, „Denn sie wissen nicht, was sie tun. Genießen als ein politischer Faktor“, S. 15-54

Zizek, „The Undergrowth of Enjoyment“, in: New Formations

Optional: Žižek: „The Seven Veils of Fantasy“, in Key Concepts of Lacanian Psychoanalysis.

Zeit:
27. April 2019, 10:00–14:00 Uhr

Ort:
Lacan Seminar, Preyergasse 8, 8001 Zürich

Kosten:
Vortrag: CHF 40 Nichtmitglieder, CHF 30 Mitglieder, CHF 20 Studierende Seminar: CHF 80 Nm, CHF 60 M, CHF 40 S beides: CHF 100 Nm, CHF 80 M, CHF 50 S

Anmeldung:
info@lacanseminar.ch

 

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