„Die Liebe ist Ham-ham – sie kommt aus dem Bauch.“ (Lacan)

Vortrag (Reihe ‚Liebe im Feld und auf der Couch‘)

Christine Borer, Zürich

Veranstaltung in Kooperation mit dem SFP-a-UZH

 

Der Diskurs über die Liebe deckt ein enormes Spannungsfeld ab. Die populären Liebessprüche «Liebe ist wenn…» erzählen ihre idealisierte, romantische Seite wie beispielsweise «Liebe ist… wenn zwei Herzen die gleiche Sprache sprechen» oder «Liebe ist… wenn dir plötzlich jemand wichtiger ist, als du selbst».

Auf der anderen Seite des Spannungsbogens siedelt sich der Satz an, der kürzlich in der NZZ ein Titel war: «Liebe ist ein Griff ins Klo» (NZZ, 7.6.17). Nicht gerade angenehm, und da tun sich doch Kluften auf. Die Irrungen und Verwirrungen in der Liebe speisen sich daher. Im Vortrag versuche ich den Implikationen nachzugehen, welche Lacans Bemerkung «Liebe ist Ham-ham: Sie kommt aus dem Bauch», beinhalten. Lacan meint damit, dass die Liebe strukturell auf dem narzisstischen Feld angesiedelt ist. Das Subjekt sucht etwas ganz Bestimmtes in der Liebe.

Auffallend ist, dass im erwähnten Spektrum körperliche Leidenschaft und Sexualität nicht vorkommen. Gehört das nicht auch zur Liebe, zu begehren, was man liebt? Auch das soll befragt werden, inwiefern diese menschlichen Phänomene zum Feld der Liebe gehören und / oder wie sie in die Irrungen der Liebe zusätzlich eingreifen.


Zeit:
Vortrag:   Mi. 4. Oktober 2017; 19:30–21:00 Uhr

Ort:
Universität Zürich, Rämistrasse 71, 8006 Zürich, Raum: KOL-G-209

kostenlos

Anmeldung:   info@lacanseminar.ch

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