Freuds Hasstheorie

Vortrag (und Seminar)

(Reihe ‚Liebe, Hass und Hassliebe im Feld und auf der Couch‘)

Volker Hartmann, Zürich

Der Titel ist bewusst provokant gewählt, denn der Hass taucht in Freuds Werk fast ausschliesslich als Kontrastkonzept zur Liebe auf. Dabei erfuhr eigentlich nur die Liebe bzw. die Sexualität als Ursache des Liebens eine ausführliche theoretische Ausarbeitung, der Hass blieb daneben meist nur die Rolle eines angedeuteten Konzepts. Dementsprechend soll der Vortrag mehr einen Überblick über die Entwicklung der Verwendung des Begriffs und seiner Rolle als Kontrastkonzepts geben als eine fertige These oder Theorie liefern. So selbstverständlich der Hass immer wieder Verwendung in Freuds Werk fand, so sehr blieb er doch im Vergleich zur Sexualität inhaltlich unausgearbeitet. Ich möchte im Vortrag zunächst einen Überblick über die Verwendung des Wortes des Hasses geben und davon ausgehend die verschiedenen Hasskonzeptionen skizzieren. Abschliessend möchte ich eine Perspektive auf die Entwicklung der freudschen Triebtheorien, die nicht von der Liebe sondern vom Hass ausgeht, zur Diskussion stellen.

 

Zeit:
Vortrag: Fr. 25. Mai 2018; 20:15–21:45 Uhr

Ort:
Lacan Seminar, Preyergasse 8, 8001 Zürich

Kosten:
kostenfrei

Anmeldung:
info@lacanseminar.ch

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