Jacques Lacans Ethik der Psychoanalyse

Kurs:  (Reihe ‚Psychoanalyse und Ethik‘)
Robert Langnickel, Winterthur & Dieter Sträuli, Zürich

Lacan unterzieht in seinem Seminar „Die Ethik der Psychoanalyse“ die wichtigsten philosophischen Ethiken – so die von Kant und seinem Schüler de Sade – einer kritischen Lektüre und einer psychoanalytischen Moralkritik. Neben diesen pflichtbesessenen Apologeten universeller Maximen untersucht Lacan den antiken Begriff der eudaimonía aus der Nikomachischen Ethik des Aristoteles. Er situiert die psychoanalytische Ethik schliesslich zwischen dem Lustprinzip des Aristoteles und dem Realitätsprinzip von Kant. In seiner Auseinandersetzung mit der Antigone des Sophokles prägt Lacan den ethischen Kernsatz der Psychoanalyse: „Nie nachgeben in seinem Begehren!“ und die Theorie von den zwei Toden des Subjekts, dem realen und dem symbolischen Tod.

 

Text: Lacan, Jacques. (1996). Das Seminar, Buch VII, (1959-60) „Die Ethik der Psychoanalyse“. Weinheim, Berlin: Quadriga


Zeit:
Mi. 5. April (14-täglich); jeweils 19:15–20:45 Uhr

Ort:
BüroLac
Oberdorfstr. 9
8001 Zürich

Kosten:
CHF 120 Nichtmitglieder; CHF 60 Mitglieder und Studierende

Anmeldung: info@lacanseminar.ch