Erinnern als Problem

(Reihe ‚Psychoanalyse und Ethik‘)
Norbert Haas, Berlin

Nach Auffassung der Psychoanalyse ist das Unbewusste Produkt einer ersten Verdrängung. Eine Frage bleibt, was die Form und Materialität dessen sei, was der Verdrängung unterliegt. Dazu gibt es die unterschiedlichsten Antworten. Um dieser Frage näher zu kommen, möchte ich einen Weg vorschlagen, der außerhalb der Psychoanalyse liegt, das Zeugnis eines Malers. Ich möchte im geplanten Seminar auf zwei Passagen aus meinem Buch Forever Jorn (Nimbus Verlag Wädenswil 2014) eingehen: Wahrnehmung, Wahrnehmungszeichen / An ein Reales appellieren auf den Seiten 48 und 49 sowie Früher Ekel, Seite 62 bis 67, gipfelnd in Jorns Feststellung „[Es gibt] ein unmittelbares Formerlebnis, das von großer Bedeutung ist; es geht der Formerfassung voraus und bleibt uns unbewußt, da es nur einmal unser Bewußtsein erreicht, ehe es vom Wiederkennen ausgelöscht wird.“ Woraus eine Problematisierung des Begriffs des Erinnerns folgt.  – Zur Vorbereitung empfehle ich außerdem Freuds Das Unbewusste und Werner Hamachers Text Für – die Philologie (In: Was ist eine philologische Frage? hrsg. v. Jürgen Paul Schwindt, stw 1943).


Zeit:
Blockseminar: Sa. 20. Mai 2017; 10:00-15:00 Uhr

Ort:
Lacan Seminar
Preyergasse 8
8001 Zürich

Kosten:
Seminar Sa: CHF 80 Nichtmitglieder; CHF 60 Mitglieder; CHF 40 Studierende
Vortrag Fr: CHF 40 Nm; CHF 30 M; CHF 20 S
beide Veranstaltungen: CHF 100 Nm; CHF 80 M; CHF 50 S

Anmeldung:  info@lacanseminar.ch