Einführung zum Semesterprogramm

Jouissance

Vom Realen herkommend (Frühjahr/Sommer 2022), wenden wir uns im Herbst/Winter der Jouissance/dem Geniessen/dem Genuss in seinen Erscheinungsformen wie z.B. «jouissance phallique» oder «jouissance féminine» zu. Wir gehen den Bezügen zum Realen, Symbolischen, Imaginären und weiteren Konzepten – Körperbild, Lust, Unlust, Leiden, Symptombildung, Widerstand, um einige zu nennen – nach. 

Warum wir das mit Euch machen wollen? Weil das Geniessen schön ist und auch, weil es nervt. Weil es ein Konzept ist, mit dem Lacan neue Denkräume eröffnet und Ordnung schafft.

Eingeladen über das Geniessen zu sprechen sind: 

• André Michels: Anomalie des phallischen Geniessens. Entzieht sich diese Form des Geniessens der körperlichen Ordnung?

• Dominik Finkelde: Genießen als ein ontologischer Faktor und Neues aus der Ljubljana Lacan Schule: Texte von Mladen Dolar

• Mai Wegener: Die vielen Formen der Jouissance und ihr Verhältnis zum Begehren

• Dieter Sträuli: Das Phantasma vom vollständigen Geniessen und seine Rolle in Verschwörungstheorien und in der Politik

Veranstaltungen ausserhalb des Semesterthemas:

• Anna Fersztand: Trauma und Nicht-Sagbares – Zuhören in der sozialanthropologischen Forschung

• Peter Widmer unterscheidet in «Drei Spiegelstadien» je ein Spiegelstadium des Imaginären, Symbolischen  und Realen. 

• Antje Brüning lädt zu einer «Klinischen Matinée» mit Annemarie Hamad ein.

• Drei Lektürekurse werden fortgesetzt: Lacans Seminar V «Die Bildungen des Unbewussten» und Seminar XXII «R.S.I.»; Sigmund Freud «Hemmung, Symptom und Angst».

• Roni Weissberg, Barbara Langraf u.a. leiten die Arbeitstagung «Zeitgemässes zum Geschlechterverhältnis – Arbeitstagung zur Klinik mit Freud, Lacan und Anderen».