Das Reale und das Spiel: Überlegungen zum Suizid zwischen Acting out und Passage à l’acte am Beispiel des Romans The Humbling von Philip Roth

Reihe «Imaginäres, Symbolisches, Reales – Lacans drei Register»
Michael Meyer zum Wischen, Sylt
Vortrag

Philip Roth hat in seinem Roman «The Humbling» paradigmatisch dargestellt, wie der Zusammenbruch der symbolischen und inszenatorischen Möglichkeiten eines Schauspielers in den Suizid führt. Der Katastrophe von Alter, Tod und Non-raport sexuel – dem Trauma des Realen – ohne phantasmatischen Schutzschirm ausgeliefert, erliegt das Subjekt dem Sog des Todestriebes. Roth macht es dem Leser aber nicht zu leicht: Der suizidale Akt wird bis zum Schluss des Romans immer wieder in Inszenierungen eingefangen und damit verhindert. Selbst das Ende, der letzte Akt, läßt die Frage offen, ob der Passage à l’acte ganz ohne Bezug zum Acting out bleibt. Diese theoretisch interessante und klinisch hoch relevante Frage möchte ich mit Ihnen nach einer Vorstellung des Textes von Roth diskutieren.

Roth, Philip. (2010). Die Demütigung. Reinbek b. Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag.



Zeit:
Fr. 10. Juni 2022, 20.15 – 21.45 Uhr

Ort:
Die Veranstaltung wird sowohl per «Zoom» als auch im Lacan Seminar Zürich stattfinden. 

Kosten:
Vortrag:  Fr. 30.- Nichtmitglieder; Fr. 20.- Mitglieder; Fr. 15.- Studierende
Seminar: Fr. 60.- Nichtmitglieder; Fr. 45.- Mitglieder; Fr. 30.- Studierende
Beide       Fr. 80.– Nichtmitglieder, Fr. 60.– Mitglieder; Fr. 40.– Studierende

Anmeldung:
info@lacanseminar.ch
Wir bitten, sich spätestens eine Woche vor Veranstaltungsbeginn verbindlich anzumelden.