«2001 – A Space Odyssey». Der Schnitt und das Reale

Reihe «Imaginäres, Symbolisches, Reales – Lacans drei Register»
Franz Derendinger, Olten und Dieter Sträuli, Zürich
Filmvisionierung

Stanley Kubricks Sciencefiction-Film «2001 – A Space Odyssey» enthält einen legendären Schnitt. Ein Urmensch wirft einen Knochen in die Luft, der sich in einen Satelliten verwandelt. Das sei nicht der entscheidende Schnitt im Film, meint Daniel Bristow. Ein Schnitt im Lacanschen Sinne zeige sich immer dann, wenn der fremdartige Monolith auftauche. Nach dem Schnitt ist alles anders als vorher, aber ein Übergang lässt sich nicht feststellen, noch berechnen. Der Monolith im Film markiert den Übergang vom Tier zum Menschen, den Übergang zur Raumfahrt, den Übergang zu einer neuen Form von Mensch. Bristow setzt seine Filmanalyse fort anhand von Lacans einseitigen Körpern – Möbiusband, Kreuzkappe, Kleinsche Flasche.

Literatur:
Bristow, Daniel. (2018). 2001: A Space Odyssey and Lacanian Psychoanalytic Theory. Palgrave Macmillan.


Zeit:
Filmvisionierung 
Fr. 24. Juni 2022, 19.30 – 22.00 Uhr

Diskussion
Sa. 25. Juni 2022, 12.00 – 16.00 Uhr

Ort:
Lacan Seminar
Preyergasse 8
8001 Zürich

Kosten:
Kollekte

Anmeldung:
info@lacanseminar.ch
Wir bitten, sich spätestens eine Woche vor Veranstaltungsbeginn verbindlich anzumelden.